Fachpflege für palliative Versorgung (Palliative Care)

(staatlich anerkannt nach der WPO-Pflege des Landes Hessen vom 06.12.2010)

Beschreibung

Sie arbeiten als examinierte Pflegefachkraft in einem Hospiz, einer Palliative Care Station im Krankenhaus, einer Einrichtung der Altenhilfe oder in einem ambulanten Pflegedienst und sind mit der Pflege und Begleitung Schwerstkranker und Sterbender betraut bzw. wollen sich darauf vorbereiten.

Dann gehört es zu Ihren Aufgaben, die Lebensqualität des Patienten oder Bewohners in seiner letzten Lebensphase zu verbessern bzw. möglichst langfristig zu erhalten.

Dabei spielt die Linderung von Schmerzen und andere, die Lebensqualität beeinträchtigende Symptome, eine wesentliche Rolle sowie die Unterstützung und Begleitung in psychischer, sozialer und spiritueller Hinsicht.

Das Palliative Care Konzept versteht sich als ein ganzheitliches Betreuungskonzept für Patienten, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren, progredienten Erkrankung mit begrenzter Lebenszeit befinden. Zielsetzung des Lehrgangs ist die Zunahme der pflegerischen Kompetenzen innerhalb der Palliativmedizin, eine Ausweitung der psychosozialen Kompetenzen und die Entwicklung einer akzeptierenden, wertschätzenden Haltung.

Die Qualifikation basiert auf der WPO-Pflege und dem Basiscurriculum Palliative Care von M. Kern, M. Müller und K. Aurnhammer.

Inhalt

Fachmmodul 1:

Grundlagen der palliativen Versorgung:

  • Netzwerkarbeit
  • Reflexion des Lerngewinns
  • Nationale und Internationale Entwicklung
  • Kooperation mit anderen Diensten
  • Forschung

Körperliche Aspekte der Pflege:

  • Krankheitsbild Krebs im fortgeschrittenen Stadium
  • Symptomkontrolle (Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot u.a.)
  • Mundpflege, Ernährung, Körperpflege
  • Komplementäre Pflegemethoden (Basale Stimulation, Aromatherapie, Atemtherapie, u.a.)
  • Überwachung der Pflege von Kathedersystemen

Psychosoziale Aspekte der Pflege:

  • Kommunikation und Beratung
  • Sexualität
  • Trauer
  • Psychische Reaktion
  • Familie und sozialer Hintergrund
  • Sozialberatende Maßnahmen

Spirituelle und kulturelle Aspekte der Pflege:

  • Krankheit, Leid und Tod in unserer Gesellschaft und in spiritueller Sicht
  • Transkulturelle Aspekte im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
  • Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod
  • Bewältigungsstrategien
  • Symbolsprache und Bedeutung von Ritualen

Ethische Aspekte der Pflege

  • Euthanasie
  • Wahrheit am Krankenbett
  • Umgang mit Verstorbenen und Angehörigen

Organisatorische Aspekte und das Team

  • Teamarbeit
  • Bewältigungsstrategien
  • Qualitätssicherung
  • Burnoutprophylaxe

Recht:

  • Betreuungsrecht
  • Delegationsrecht
  • Patientenverfügung
  • geschichte und vertragliche Grundlagen der palliativen Versorgung

Zulassungsvoraussetzung

    • Staatl. geprüfte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in; staatl. geprüfte/r Altenpfleger/in

Prüfung

    • Mündliche Prüfung nach WPO-Pflege

Abschluss

    • Qualifiziertes Zertifikat über erbrachte Leistungen; staatl. Anerkennung nach WPO-Pflege

Leitung

    • Sabine Nagel
    • Brigitte Kania

Umfang

    • 336 Stunden, davon 176 Stunden Präsenzveranstaltung

Leistungsnachweise

    • Das Modul wird mit einer Hausarbeit (40 Stunden) abgeschlossen
    • Berufspraktische Anteile: 120 Std. im Hospizbereich oder ambulante und stationäre Palliativ Pflege (ein entsprechender Arbeitsplatz wird anerkannt)

Seminar-Start

Termine 2021

      • 1. Block 28.06.-02.07.2021
      • 2. Block 06.09.-10.09.2021
      • 3. Block 15.11.-19.11.2021
      • 4. Block 10.01.-14.01.2022
      • 5. Block 14.02.-18.2.2022
      • Abschluss: 05.05.-06.05.2022
  • Kosten

          • 1.950,00 EUR (MwSt. befreit)

    Darin enthalten:

        • Gebühr Seminar: 1.850,00 EUR
        • Gebühr Prüfung: 100,00 EUR