Rezertifizierung Alltagsbegleiter

Diese Seminare entsprechen den Rahmenrichtlinien für die Qualifizierung von zusätzlichen Betreuungskräften in der stationären Altenhilfe (Alltagsbegleiter). Dem entsprechend müssen sich diese, einmal jährlich in einer 16-stündigen Fortbildung weiterqualifizieren.

Inhalt 1/2022

Beschreibung

Ziel dieser Rezertifizierung ist: Schwerzugängliche  und hochgradig demente Menschen wieder über ihre Sinne zu erreichen. Ihnen mehr Lebensqualität und Würde vermitteln. (frei nach A.Fröhlich)

Oft werden wir im Berufsalltag mit Patienten konfrontiert, die nicht mehr erreichbar scheinen, die wie in ihrer eigenen Welt gefangen sind und völlig apathisch in ihrem Bett liegen oder im Stuhl sitzen. Manche zeigen sogenannte Verhaltensauffälligkeiten, kommunizieren gar nicht mehr mit uns, wehren uns oft sogar ab oder werden „wunderlich“.

Mit den gängigen Verhaltensmaßstäben kommen wir oft nicht weiter, hier haben wir die Möglichkeit sensitiv tätig zu werden. Über unsere Fern- und Nahsinne können wir mit Menschen liebevoll, respektvoll und harmonisch in Kontakt treten. Wir holen sie auf einer Ebene ab, zu der wir sonst keinen Zutritt erlangen können.

Im Kurs werden wir uns mit allen Fern- und Nahsinnen beschäftigen- angelehnt an das Konzept von Herr Fröhlich. Praktische Übungen und viel Selbsterfahrung runden dieses Thema ab.

Weiter werden wir uns mit einigen Lebensregeln beschäftigen, die für alle Menschen zu jeder Zeit und in jedem Alter gültig sein sollten. Wir erfahren, wie wir dem Menschen in dieser  Phase seines Lebens ein Höchstmaß an Eigenständigkeit, Würde und Selbstbestimmung ermöglichen können- auch den Bettlägerigen!

Nicht zuletzt werden wir feststellen, dass auch wir von einer anderen Sichtweise profitieren können.

Thema:

  • Sinnesaktivierung in der Betreuuung

Abschluss

  • Teilnahmebescheinigung

Kursleitung

  • Sabine Ortmann
  • Brigitte Kania

Umfang

  • 16 Stunden

Termin

  • 12.05.+13.05.2022

Kosten

  • 170,00 EUR (MwSt. befreit)

Anmeldeformular


Inhalt 2/2022

Beschreibung

Es war einmal… – Märchen und Geschichten hatten und haben eine große Bedeutung für Menschen. Sie dienten nicht nur zur bloßen Unterhaltung und zum Zeitvertreib. In ihnen wurde das Wissen der Menschen von Generation zu Generation, von Ort zu Ort und von Mensch zu Mensch weitergegeben. In einfachen Bildern, ohne vielschichtige Differenzierungen treffen Gut und Böse im Märchen aufeinander, Opfer und Täter handeln, wie es die Rollen vorschreiben, die Protagonisten haben keine Zweifel an ihrem Tun, sie agieren gradlinig, es gibt einen versöhnlichen Ausgang und der schlichte Erzählstrang ermöglicht die Identifikation mit den Rollenfiguren. In der Arbeit mit Menschen mit Demenz können die Märchen einen Zugang zu der Welt abseits der kognitiven Defizite finden.

  • Hintergrundwissen zu Märchen
  • Welche Märchen sind besonders geeignet?
  • Tipps und Tricks aus dem Methodenkoffer
  • Praktische Übungen

Planung und Durchführung einer Märchenstunde mit allen Sinnen unter Zuhilfenahme von Musik, Farben, Bildern, Düften und Gegenständen. Einsatz von Märchen in Gedächtnistraining, Bewegungs-, Musik-, und Kreativangeboten

Bitte bringen Sie zur Fortbildung ihr Lieblingsmärchen oder ein Märchen, welches Sie besonders gerne mögen in ausgedruckter Form mit.

Thema:

  • Märchenarbeit mit dementiell Erkrankten

Abschluss

  • Teilnahmebescheinigung

Kursleitung

  • Ursula Braun
  • Brigitte Kania

Umfang

  • 16 Stunden

Termin

  • 14.09.+15.09.2022

Kosten

  • 170,00 EUR (MwSt. befreit)

Anmeldeformular