Der Gesetzgeber fordert alle Praxisanleitenden zur berufspädagogischen Fortbildung im Umfang von 24 Stunden (§4 PflAPrV) pro Jahr auf. Damit stärkt der Gesetzgeber die pädagogische Rolle und den Stellenwert der Praxisanleiter im Rahmen der praktischen Ausbildung.
Wir bieten Ihren Mitarbeitern diese Fortbildung an. Bei uns erhalten die Teilnehmer Informationen über aktuelle Themen und neue Regelungen. Außerdem ermöglicht diese berufspädagogische Fortbildung den Austausch mit anderen Praxisanleitenden sowie die Reflexion der eigenen Tätigkeit in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Die MAPS hat wieder vier Termine für diese Rezertifizierung angesetzt. Alle vier Termine beinhalten folgende drei Themen.
Thema 1: Schüleranleitung bei der Sterbebegleitung
Dozentin: Iris Grabowski
In der Regel fällt es uns leicht, Anleitungen bei Pflegeverrichtungen durchzuführen, die vier Stufen Methode ist dabei ein bekanntes und bewährtes Konzept. Doch dieses Konzept ist ungeeignet für Anleitungen bei komplexen, ganzheitlichen Pflegesituationen, insbesondere bei der Sterbebegleitung.
Nichtsdestotrotz ist die Sterbebegleitung ein unverzichtbares Thema für die Ausbildung unserer zukünftigen Pflegefachkräfte. Deshalb werden wir uns in zwei mal vier Stunden intensiv damit auseinander setzen.
Im ersten Block werden wir uns mit den Besonderheiten und Herausforderungen dieser Thematik befassen, vor allem mit den Ängsten und Vorbehalte, die bei Pflegekräfte bzw. Auszubildende in dem Zusammenhang entstehen können.
Im zweiten Block wollen wir ganz praktisch eine mögliche Anleitungssituation simulieren, einschließlich der Erprobung und Reflexion angemessener Methoden.
Thema 2: Beratung statt Belehrung– Personenzentriert anleiten auf Augenhöhe
Mit Rogers, GFK und Validation die Generationen Z & Alpha erfolgreich ausbilden
Dozentin: Sabine Ortmann-Roth
Die Zusammenarbeit mit den neuen Auszubildenden der Generation Z und Alpha stellt Praxisanleitende vor völlig neue Herausforderungen. Klassische, direktive Ansagen oder reine Fehlersuche führen bei den „Digital Natives“ oft zu Frustration, innerer Kündigung oder hohen Abbruchquoten.
In dieser Rezertifizierung erarbeiten wir gemeinsam, wie Sie anspruchsvolle Anleitungssituationen, Reflexionsgespräche und Feedbackprozesse kommunikativ völlig neugestalten. Durch die Kombination aus der Personenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers, der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) und Elementen der Validation entwickeln Sie eine Haltung, die Auszubildende zur echten Selbstreflexion führt und sie emotional stabilisiert.
Kerninhalte:
- Die veränderten Bedürfnisse der Gen Z & Alpha: Warum klassische Kritik blockiert und wie „Psychologische Sicherheit“ Lernprozesse beschleunigt.
- Empathisch spiegeln statt bewerten (Rogers): Wie Auszubildende durch Paraphrasieren eigene Fehler selbstständig erkennen und korrigieren.
- Bedürfnisorientiertes Feedback (GFK): Klare, transparente Rückmeldungen geben (auch bei Minderleistung), ohne die Beziehung zu gefährden.
- Emotionale Validierung im Stress: Wie Sie verunsicherte oder überforderte Auszubildende in Krisenmomenten am Krankenbett emotional auffangen und stabilisieren.
- Echtheit und professionelle Souveränität: Die eigene Rolle als Brückenbauer authentisch, klar und gut abgegrenzt leben.
Thema 3: Lernen – Notwendiges Übel oder Herzensangelegenheit?
Dozentin: Verena Zörb
Im Gesundheitswesen sind Stress und Personalmangel an der Tagesordnung. Trotzdem geben viele Praxisanleiter täglich ihr Bestes um den Auszubildenden im Gesundheitswesen eine Struktur und Unterstützung zum Lernen zu bieten. Aber wie funktioniert Lernen eigentlich? Und wie schaffen wir es, dass es sogar Spaß bringt?
Ein kleiner Einblick in verschiedene Lernmethoden soll Klarheit bringen.
Abschluss
- Teilnahmebescheinigung
Kursleitung
- Dr. Eckart Müller
- Verena Zörb
Umfang
- 24 Stunden
Termine
Termine 2026
- Kurs 4: 14.-16.12.2026
Termine 2027
- Kurs 1: 03.-05.03.2027
- Kurs 2: 24.-26.05.2027
- Kurs 3: 17.-19.11.2027
- Kurs 4: 13.-15.12.2027
Kosten
- 390,00 EUR (MwSt. befreit)